Unser Camper Ausbau – der Boden und die Planung der Leitungen

Nachdem wir unseren Transporter isoliert und die Fenster eingebaut hatten ging es an den eigentlichen Innenausbau.
Bevor wir jedoch mit dem Boden und der Innenverkleidung von unserem Camper Ausbau starten konnten, mussten wir uns Gedanken über die Leitungen für Strom und Wasser machen.
Dieser Schritt ist sehr wichtig, den nachträglich Leitungen zu verlegen ist extrem aufwändig.

In diesem Artikel soll es aber nur um die Planung der Leitungen gehen. Die Auswahl der einzelnen elektrischen Komponenten werden wir in einem späteren Artikel behandeln.

Dieser Arbeitsschritt im Überblick

Materialaufwand:
mittel

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Zeitaufwand:
mittel

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Schwierigkeit:
leicht

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Planung der Leitungen

Unser Wunsch Layout für die Camper Ausbau Planung

Mit unserem Layout hatten wir bereits einen genauen Plan wo was hinkommt.

Auf dieser Basis konnten wir uns nun überlegen an welchen Stellen wir einen Wasseranschluss, Steckdosen und Lichtschalter haben wollten.

Allgemeines zu den Wasserleitungen

Die Planung der Wasserleitungen war schnell erledigt. Für uns war klar, in der Dusche benötigen wir warmes und kaltes Wasser.
Also mussten wir hier zwei Leitungen bzw. Schläuche vorsehen.

Bei der Küche hatten wir anfangs nur kaltes Wasser geplant. Hier stellte sich aber nach unserem ersten Trip mit dem Camper heraus, dass auch hier warmes Wasser ganz angenehm wäre 🙂 .
Deswegen haben wir hier nachträglich noch eine Warmwasserleitung verlegt.

Wir haben für Warm- und Kaltwasser farbige, trinkwassergeeignete Silikonschläuche* verwendet.

Allgemeines zu den Stromleitungen

Die Planung der Stromleitungen ist deutlich aufwändiger als die der Wasserleitungen.

Zunächst muss die Grundsatzfrage geklärt werden: Was soll mit 230V und was mit 12V funktionieren.
Hintergrund ist, dass bei Campern 12V- und 230V-Leitungen nicht zusammen in einem Leerrohr verlegt werden dürfen.

Diese müssen getrennt voneinander liegen und in unterschiedlichen Farben ausgeführt sein.

Viele Van-Ausbauer verzichten auf ein 230V-System in ihrem Camper, dann stellt sich diese Frage nicht. Das stand für uns aber nicht zur Diskussion. Aber, sollte, aus welchem Grund auch immer, unser Spannungswandler einmal kaputt gehen, wollten wir immer noch Licht haben. Deswegen haben wir uns dazu entschieden das Licht mit 12V zu betreiben. 

Wir haben für uns die Festlegung getroffen, die 12V Leitungen als schwarzes dreiadriges Kabel mit einem Querschnitt von 1,5mm²* in einem schwarzen Wellschlauch* auszuführen.

Für die 230V verwendeten wir ein graues dreiadriges Kabel mit einem Querschnitt von 1,5mm²* in einem grauen Wellschlauch. (Wenn ihr übrigens auf Nummer sicher gehen wollt nehmt ihr 2,5mm²)

Als nächstes müsst ihr noch auf den Kabel-Typ achten. Denn in der Fahrzeuginstallation könnt ihr nicht einfach ein „normales“ Kabel aus dem Baumarkt verwenden, sondern müsst ihr müsst darauf achten eine Flexible-Leitung zu verwenden. Gängig ist hier eine Gummileitung H07RNF oder eine Kunststoffschlauchleitung H05 VV-F.

Damit war die erste Hürde schon genommen, alles was mit Licht zu tun hat bekommt eine schwarze Leitung und alles was mit 230V zu tun hat, bekommt eine graue Leitung.

Nun mussten wir die genaue Positionen klären.

Die genaue Position der Komponenten

Auf folgender Skizze haben wir unsere Positionen einmal dargestellt.

Camper Ausbau verlegen der Leitungen und Einbau vom Boden - Position der Lichtschalter, Steckdosen und Wasseranschlüsse

Lichtschalter

Für unseren Hauptlichtkreis haben wir einen Lichtschalter neben dem Bett und einen im Eingangsbereich an der Küche.

Außerdem haben wir einen Lichtschalter für das Licht im Bad.

Steckdosen

Wir haben neben dem Bett je eine Steckdose mit USB-Buchse für unsere Handys, außerdem zwei in der Küche für evtl. Elektrogeräte.

Zusätzlich noch eine im Kleiderschrank für einen Fernseher oder ein Tablett das später evtl. noch kommt.

Weiterhin haben wir zwei Steckdosen an unserer Sitzbank für Laptops o.ä. und noch eine im Eingangsbereich die wir auch als Außensteckdose nutzen können.

Wenn ihr mehr als zwei Lichtschalter für den selben Kreis verwenden möchtet benötigt ihr dafür ein Relais. Es macht also Sinn, sich auf maximal zwei Lichtschalter pro Lichtkreis zu beschränken.

Kabel im Camper

Nachdem die Positionen und die Kabel festgelegt waren, konnten wir die Leitungen in die Wellrohre ziehen und diese dann in unserem Camper verlegen.

Außerdem haben wir noch folgendes vorgesehen:

Auf das Dach haben wir eine Solarleitung für das Solarpanel und eine zusätzliche 12V-Leitung für eine Außenbeleuchtung verlegt.

Im Fach über unserer Fahrerkabine liegt ein 12V Kabel das später als Steuerleitung für die Außenbeleuchtung dient.

Von unserer Starterbatterie (die sich beim Ford Transit unter dem Fahrersitz befindet) haben wir ein rotes 35mm² Kabel* und ein schwarzes 35mm² Kabel* nach hinten zur Wohnraumbatterie verlegt.

Diese sorgen später dafür, dass die Wohnraumbatterie während der Fahrt geladen werden kann.

Nachdem wir alle Leitungen verlegt hatten entschieden wir uns dazu, einen zusätzlichen Kabelkanal unter dem Boden zu verlegen. Man weiß ja nie was in Zukunft mal noch kommt.

Nun konnten wir endlich den Boden montieren.

Der Boden für unseren Camper - Ausbau

Wie bereits in unserem Artikel: Unser Camper Ausbau – Ausräumen, putzen und Rostbehandlung erwähnt wollten wir den Boden auf Holzleisten verschrauben und dazwischen dämmen.Dazu haben wir einfache Dachlatten aus dem Baumarkt verwendet . Diese haben wir auf die richtige Länge gesägt und mit Sikaflex 221* auf den Boden aufgeklebt.Anschließend konnten wir die Zwischenräume mit K-Flex isolieren.Als Boden haben wir dann 12mm OSB-Platten verwendet. Diese sind günstig, relativ robust, gut zu verarbeiten und in jedem Baumarkt zu bekommen.
Camper Ausbau verlegen der Leitungen und Einbau vom Boden - Boden verlegen
Camper Ausbau verlegen der Leitungen und Einbau vom Boden - Boden verlegen

Durch die Nut-und Federverbindung entsteht eine stabile und ebene Fläche.

Die größte Schwierigkeit bei diesem Ausbau-Schritt liegt darin, die genaue Kontur vom Camper-Boden auf die OSB-Platten zu übertragen. Aber auch das ist mit etwas Geduld oder zur Not mit der einer Schablone aus Pappe machbar.

Im nächsten Schritt haben wir direkt den Bodenbelag verlegt.

Bodenbelag aus PVC verlegen
Bodenbelag aus PVC verlegen

Natürlich kann man das auch später machen, doch wir wollten einen ununterbrochenen Belag haben der an keiner Stelle eine Schwachstelle bzw. Schnittkannte hatte. Denn sollte später einmal Wasser im Camper auslaufen ist sichergestellt, dass es nicht in den Boden eindringt und dort evtl. Schäden verursacht.

Wir haben als Bodenbelag in unserem Camper einen PVC-Boden in Holzoptik verwendet.

Diesen haben wir einfach mit doppelseitigem Klebeband auf die OSB-Platten aufgeklebt. Bis jetzt hält das sehr gut und es verrutscht nichts.

Eigentlich hatten wir Anfang von unserem Camper-Ausbau geplant den Boden im Fahrerraum im Originalzustand zu belassen.

Als wir aber dabei waren den Boden im Wohnbereich zu verlegen, entschieden wir uns dazu den Fahrerraum auch gleich mit zu machen.

Camper Ausbau verlegen der Leitungen und einbau vom Boden - unser Fahrgastraum
Camper Ausbau mit Sikaflex 221

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