Unterschied zwischen Milford Sound – Doubtful Sound

Menschenmenge vs. Abgeschiedenheit

Lohnt sich eher ein Besuch des Milford Sound oder des Doubtful Sound? Worin liegt der Unterschied zwischen Milford Sound und Doubtful Sound Diese Frage stellten wir uns mehrfach bei der Vorbereitung unserer Neuseeland-Reise. Wir konnten uns nicht entscheiden und haben beides besucht – mit diesem Beitrag wollen wir euch bei eurer Entscheidung helfen, wenn ihr nur einen der beiden Fjorde besuchen wollt.


Das erfährst du in diesem Beitrag:


Allgemeines Unterschied Milford und Doubtful Sound

Sowohl der Milford Sound als auch der Doubtful Sound liegen im Südwesten der neuseeländischen Südinsel. Sie gehören zum Fjordland-National-Park. Dieser ist mit über 12.500 km² der größte Nationalpark Neuseelands.

Eines gleich vorneweg – an über 200 Tagen im Jahr regnet es hier – es ist also sehr wahrscheinlich, dass man an diesem Ort nass wird. Aber genau das macht den Reiz aus. Denn bei Regen entstehen an den Berghängen tausende temporärer Wasserfälle die ein beeindruckendes Naturschauspiel bieten!

Das gilt sowohl für den Doubtful Sound, als auch für den Milford Sound, da gibt es keinen Unterschied.

Außerdem ist die landschaftliche Schönheit der beiden Sounds unbestreitbar, die mystische Stimmung ist einfach grandios und bei beiden ist bereits der Weg zum eigentlichen Ziel schon eine Reise wert.

Auf dem Weg zum Milford Sound.
Auf dem Weg zum Milford Sound.

Da jedoch die Zeit in Neuseeland für die meisten Menschen begrenzt ist, muss man sich meist für einen der beiden Fjorde entscheiden.

Wir haben uns die Zeit genommen und beide besucht. Wir haben lange mit dieser Entscheidung gezögert und möchten euch hier einen kleinen Vergleich aus unserer Sicht geben.

Milford Sound

Jeder der der über eine Reise nach Neuseeland nachdenkt kommt um den Wohl bekanntesten Sound im Fjordland nicht herum: Den Milford Sound.

Die Bilder bestechen mit atemberaubenden Blicken und der scheinbar absoluten Einsamkeit.

Die mystische Stimmung
Die mystische Stimmung.

Die Realität sieht leider komplett anders aus. Der Milford Sound wird aufgrund seiner Schönheit jeden Tag von Hunderten von Touristen besucht. Er gilt auf jeder guten Reiseroute durch Neuseeland als „Must-Do“.

Bereits früh morgens werden die Touristen in Bussen gefühlt im Minutentakt „angeliefert“. Die Verbindungen reichen dabei bis Queenstown.

Die Liste mit möglichen Aktivitäten scheint grenzenlos. Von der einfachen Bootsfahrt, über Kajaken bis Rundflügen ist alles dabei.

Und das ist unser größter Kritikpunkt an diesem Sound: Die vielen, vielen Menschen, klassischer Massentourismus eben.

Aber was will man auch erwarten, schließlich sind auch wir ein Teil dieser Menschenmenge und die Schönheit des Sounds ist definitiv einen Besuch wert.

Einer der vielen Wasserfälle
Einer der vielen Wasserfälle.

Wir hatten uns für eine Kombination aus Kajaken und Ausflugsboot entschieden. Beim Kajaken hatten wir die frühest mögliche Tour gebucht, und das Glück, dass wir zu zweit mit unseren Guides unterwegs waren. Dabei bekommt man die Möglichkeit den Sound von seiner wahren Seite zu sehen. In unserem speziellen Fall, sogar für ein paar Minuten ohne Menschenmassen und bei trockenem Wetter!

Kajaken auf dem Milford Sound
Kajaken auf dem Milford Sound.

Wenn ihr mehr über unseren Tag am Milford Sound erfahren möchtet schaut euch gerne unseren Blogbeitrag zu diesem Tag an.

Doubtful Sound

Im krassen Gegensatz dazu steht der Doubtful Sound. Dieser ist nur über einen Reiseveranstalter zu erreichen.
Um überhaupt zum Sound zu kommen ist eine Bootsfahrt über den Lake Manapuri nötig. Anschließend folgt eine Busfahrt zum Doubtful Sound.

Erst dann kommt man auf ein Ausflugsboot auf dem eigentlichen Sound.

Der Doubtful Sound
Der Doubtful Sound.

Somit ist die Anzahl der Menschen die Zugang zu diesem Sound haben deutlich geringer als beim Milford Sound. Zusätzlich nimmt der Besuch wegen der langen Anreise einen ganzen Tag in Anspruch. Aus diesem Grund ist der Doubtful Sound wesentlich unattraktiver für den Massentourismus und der Besuch ein gutes Stück teurer.

Das erkennt man auch an den Menschen die ihn besuchen. Anstatt Asiaten und Europäern trifft man hier vor allem eines: Neuseeländer und Australier!

Totale Abgeschiedenheit
Totale Abgeschiedenheit.

Wenn ihr mehr über unseren Tag am Doubtful Sound erfahren möchtet schaut euch gerne unseren Blogbeitrag zu diesem Tag an.

Fazit zum Unterschied Milford und Doubtful Sound

Die landschaftliche Schönheit der beiden Sounds ist unbestreitbar! Beide sind definitiv einen Besuch wert. Wenn man die Zeit hat sollte man aus unserer Sicht beide besuchen.

Wenn wir uns entscheiden müssten könnten es heute genauso wenig wie zu dem Zeitpunkt als wir an der Routenplanung waren. Beide Sounds sind auf ihre Art einzigartig und wir möchten keines der beiden Erlebnisse missen.



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