Tag 3 – Southampton mit AidaPrima

England begrüßte uns so wie man es kennt – mit Regen und Wind. Die Metropolen-Tour hat ihren Namen aufgrund der europäischen Großstädte die man auf dieser Tour besichtigen kann – doch wie realistisch ist ein Besuch in London?

Warum wir uns gegen einen Besuch London’s entschieden haben

Das Schiff liegt von ca. 08:30 Uhr bis 20:30 Uhr im Hafen von Southampton. Die Kreuzfahrtschiffe liegen in Southampton im Hafen – und die Stadt ist rund 110 km von London entfernt. Wenn man den Verkehr in London berücksichtigt kommt die Individualanreise beispielsweise mit einem Mietwagen nicht in Betracht, da die Gefahr, abends das Schiff zu verpassen doch sehr hoch ist. Mit dem Zug ist man übrigens rund 2 Stunden (one way) unterwegs. Selbst wer nur den Bustransfer über AIDA nach London bucht muss mit knapp 80 € pro Person rechnen und kann gerade einmal rund 4 Stunden in der Hauptstadt Großbritaniens verbringen. Natürlich bietet AIDA auch eine große Bandbreite von Ausflügen in die Großstadt an – ob sich diese lohnen muss jeder für sich selbst entschieden. Da wir beide bereits mehrere Tage in London waren entschieden wir uns für ein Alternativprogramm auf eigene Faust.

Fahrt nach Salisbury

Wir entschieden uns für einen Besuch des schönen Städtchen Salisbury. Wir sind mit dem kostenlosen Museumsshuttle vom Hafen Southampton in die Stadt gefahren und von dort aus rund 500 m zum Bahnhof gelaufen. Dort haben wir uns am Schalter Zugtickets nach Salisbury gekauft. Die Zugfahrt dauerte rund 30 Minuten. Den Zugfahrplan findet ihr hier. Doch in Salisbury war unsere Fahrt noch nicht beendet – für uns ging es noch mit dem Sightseeingbus „The Stonehenge Tour“ weiter. Der Bus hält direkt am Bahnhof in Salisbury und fährt rund 30 Minuten bis Stonehenge. Es gibt Kombi-Tickets zum Preis von ca. 44 € in denen sowohl die Busfahrt als auch die Eintritte für Stonehenge, Old Sarum und die Kathendrale von Salisbury bereits enthalten ist. Die Tickets können im Vorfeld hier online gekauft werden oder direkt im Bus, dort wird allerdings nur Bargeld akzeptiert.

Stonehenge

Im Bus erfährt man bereits einiges Interessantes über Salisbury, Stonehenge und die Umgebung. Das Besucherzentrum an dem der Bus hält ist rund 2 km von den eigentlichen Steinkreisen entfernt. Vom Besucherzentrum aus gibt es einen Shuttle oder man geht – wie wir – zu Fuß (irgendwie muss man das viele Essen, das man bei so einem Urlaub zu sich nimmt, wieder abtrainieren ;-)). Endlich an den Steinen angekommen, liefen wir, wie alle anderen Besucher einmal rund herum. Wir waren definitiv beeindruckt. Was uns jedoch störte ist die Tatsache, dass direkt an Stonehenge eine viel befahrene Straße vorbei fährt. Bevor uns auf den Rückweg machten, schauten wir uns noch die Ausstellung Nahe des Besucherzentrums an.

Stonehenge - insbesondere durch das nicht so gute Wetter hatte es eine ganz besondere Stimmung
Stonehenge – insbesondere durch das nicht so gute Wetter hatte es eine ganz besondere Stimmung

Old Sarum

Auf dem Rückweg machten wir Halt bei „Old Sarum“. Old Sarum liegt rund 3 km entfernt von Salisbury. Dort sieht man Überreste der ersten Siedlung von Salisbury. Und diese soll bereits rund 3.000 Jahre vor Christus entstanden sein. Man kann einen Großteil der alten Festungsanlage ablaufen. Wer sich das Kombi-Ticket holt, sollte hier definitiv noch einen Stopp einlegen.

Ein Blick auf Old Sarum in der nähe von Southampton
Ein Blick auf Old Sarum

Salisbury

Zuletzt hatten wir noch die Kathendrale von Salisbury besichtigt. Hier hält der Bus nämlich ebenfalls. Der Grundstein für die Kirche im frühen englischen gotischen Stil wurde bereits im Jahr 1220 gelegt. Ganz besonders beeindruckt waren wir vom Kirchturm. Dieser ist mit 123 m der höchste Großbritanniens. Und auch der Kreuzgang sowie der Innenhof gefielen uns sehr gut. Zum Abschluss kehrten wir noch in einen typischen, englischen Pub ein – denn das darf bei einem England-Besuch auf keinen Fall fehlen. Zurück nach Southampton ging es für uns wieder mit dem Zug. Das Stück vom Bahnhof zum Schiff haben wir dann zu Fuß zurückgelegt. Je nach Liegeplatz des Schiffes variiert die Entfernung zwischen Bahnhof und Innenstadt stark, wir sind rund 45 Minuten gelaufen. Bei uns lag die Aida damals am Queen Elizabeth II Cruise Terminal.

Das Brauhaus

Zurück auf dem Schiff liesen wir unseren Abend bei deftigem Essen im Brauhaus ausklingen. Hierbei handelt es sich um eines der Restaurants bei denen lediglich die Getränke bezahlt werden müssen, das Essen ist bereits inklusive. Die Speisen im Brauhaus sind typisch bayrisch: für uns gab es Schweinshaxe und Käsespätzle und dazu Bier – das wird nämlich tatsächlich auf den AIDA Schiffen gebraut. Leider haben wir an dem Abend auch noch eine schlechte Nachricht erhalten, dazu mehr in unserem nächsten Beitrag.

Tipps:

  • Wie oben schon beschrieben lohnt sich ein Ausflug von Southampton nach London aus unserer Sicht kaum – den Besuch von Salisbury und Stonehenge können wir jedoch definitiv weiterempfehlen.

  • Doch nicht nur Stonehenge lohnt sich, wenn man sowieso in der Nähe ist, sollte man auch dem schönen Städtchen Salisbury einen Besuch abstatten.


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