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Tag 8 – Unterwegs auf der Cotentin Halbinsel

Nachdem wir den Vorabend gemütlich auf einem Cidre Hof haben ausklingen lassen, starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen Pancakes in den Tag. Auf dem Programm stand die Erkundung der Halbinsel Cotentin.

Am Morgen auf dem Cidre-Hof
Am Morgen auf dem Cidre-Hof

Das erfährst du in diesem Beitrag:


Deutsche Kriegsgräberstätte La Cambe

Bevor wir uns auf den Weg auf die Halbinsel machten, wollten wir jedoch noch den deutschen Soldatenfriedhof La Cambe besuchen. Am Vortag hatten wir bereits den amerikanischen Soldatenfriedhof oberhalb von Omaha Beach besucht, nun wollten wir auch noch einen deutschen Soldatenfriedhof sehen. Der deutsche Soldatenfriedhof unterscheidet sich deutlich vom amerikanischen. Zwar gibt es auch hier ein Besucherzentrum, jedoch ist dieser Friedhof nicht so aufwendig gestaltet. Der Friedhof erinnerte uns an historische, deutsche, Friedhöfe. Insgesamt wurden hier mehr als 21.000 deutsche Soldaten bestattet. Zunächst bestattete dort der Bergungs- und Identifikationsdienst der US Army gefallene deutsche und amerikanische Soldaten. Nach Kriegende wurden die amerikanischen Soldaten verlegt und es entstand dort ein deutscher Soldatenfriedhof.

Barfleur und der Leuchtturm Phare de Gatteville

Nach dem Besuch des Soldatenfriedhofes ging es für uns weiter. Auf unserer Fahrt über die Halbinsel Cotentin kamen wir durch viele kleine Orte, die alle traumhaft entlang der Küste lagen. Unser erster Stopp war der 559-Einwohner Ort Barfleur. Am kleinen Hafen konnten wir unseren Balu gut und sicher parken. Wir sahen uns den Hafen an und besuchten eine typische französische Boulangerie, in der wir uns mit Baguette und ein paar Macarons eindeckten.

Rund 5 Kilometer von Barfleur entfernt liegt der Phare de Gatteville. Der Phare de Gatteville ist ein Leuchtturm und wurde im Jahr 1835 in Betrieb genommen. Noch heute ist der Leuchtturm mit 75 m der zweithöchste Frankreichs. Am Phare de Gatteville stehen nur am Straßenrand ein paar Parkplätze zur Verfügung, jedoch war an diesem windigen Sommertag nicht viel los so dass wir ein Plätzchen für unseren Balu am Straßenrand fanden. Wir gingen ein paar Meter rund um den Leuchtturm. Es ist jedoch auch möglich, bis nach oben in den Leuchtturm zu steigen.

Cherbourg en Cotentin

Unsere Fahrt führte uns weiter nach Cherbourg en Cotentin. Unterwegs legten wir auf einem kleinen Parkplatz eine Mittagspause ein und genossen die Macarons und das Baguette, dass wir am Morgen in Barfleur gekauft hatten, mit Blick aufs Meer. In der Stadt fanden wir am Cité de la Mer, einem großen Tiefseemuseum schnell einen Parkplatz. Noch heute legen in Cherbourg übrigens große Kreuzfahrt- und Segelschiffe an. Da wir an diesem Tag eher Lust auf Natur als auf Stadtsightseeing hatten machten wir nur einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, bevor wir in der Stadt die Gelegenheit nutzten und einen großen Supermarkt besuchten.

Route des Caps

Von Cherbourg aus sind wir ein Stück auf der Route des Caps gefahren. Die Panoramaroute verbindet Cherbourg mit Barneville-Carteret. Natürlich kann man die Route auch umgekehrt fahren. Entlang der Route des Caps gibt es viele schöne Aussichtspunkte und Wandermöglichkeiten. Der erste Aussichtspunkt, an dem wir stoppten, war Le Landemer. Der Ausblick auf die Küste war wunderschön und unterschied sich von den Kreidefelsen, die in den letzten Tagen immer unser Begleiter war. Wenn du auch die Route des Caps fahren möchtest, dann plane genug Zeit ein. Aufgrund der vielen Aussichtspunkte und vielen schönen Küstenabschnitte machten wir immer wieder Stopps, um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen.

Auch ein Stopp am Port Racine stand auf dem Programm. Port Racine ist der kleinste Hafen Frankreichs. Je nachdem, ob Ebbe oder Flut ist, ist das Hafenbecken mit Wasser gefüllt oder nicht. Der kleine Hafen liegt total idyllisch.

Cap de la Hague

Weiter ging unsere Fahrt zum Cap de la Hague. Das Cap kann nicht direkt mit dem PKW oder Camper angefahren werden. Vom Stellplatz für Wohnmobile sind es rund einen Kilometer bis zu einem Steinkreuz, das ein Denkmal für ein untergangenes U-Boot im Jahr 1912 ist. Von diesem Steinkreuz aus hat man einen tollen Blick auf den Phare de la Hague, oder auch Phare de Goury, einem Leuchtturm der auf einem Fels liegt. Der 52 m hohe Leuchtturm wurde im Jahr 1838 in Betrieb genommen. Rund um das Cap de la Hague kann man übrigens auch wunderschön wandern. Wir hatten an diesem Tag vor, noch ein Stück weiterzufahren. Allerdings gefiel es uns auf dem Stellplatz mit Blick auf das Meer und den Leuchtturm so gut, dass wir entschieden, dort zu übernachten. Der Stellplatz dort war kostenlos, Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gab es dort jedoch nicht.

Wir setzten uns vor unseren Balu, grillten und genossen die wunderschöne Aussicht. Zum Sonnenuntergang gingen wir übrigens nochmals zum Leuchtturm und waren mal wieder erstaunt, wie hoch das Wasser wieder innerhalb weniger Stunden angestiegen ist. Nach einiger Zeit wurde es uns aufgrund des Windes zu kalt. So machten wir uns auf den Weg zurück zu Balu. Gefühlt war es an diesem Tag ewig hell, die Sonne verschwand erst nach 23:30 Uhr im Meer. Genau das lieben wir am Reisen mit dem Van so – dort stehen und übernachten zu können, wo es uns besonders gut gefällt.

Bekannt ist die Region übrigens auch durch die Atommüll Aufbereitungsanlage La Hague – das finden wir total schade, denn die Region bietet so viel mehr.

Tipps:

  • Die Route des Caps hatten wir vorab gar nicht auf dem Schirm. Zunächst sind wir den Schildern eher zufällig gefolgt. Solltest du die Gegend bereisen, dann empfehlen wir dir ein Stück auf der Route des Caps zu fahren.

  • Übernachten am Cap de la Hague – für uns ein absoluter Traumstellplatz.


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